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In der Stille der Nacht, in diesem Augenblick der Ruhe vor dem Sonnenaufgang verlassen die fünf „Mysterien” (Heiligenstatuen) die antike Kirche des Santo Stefano (Hl. Stefan). Die Laienbrüder tragen sie sanft schaukelnd auf ihren Schultern unter dem Sternenhimmel. Die Stadtkapelle spielt bewegende Trauermärsche und begleitet rhythmisch den Auszug der Simulakren.
Es ist die Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag  und in Molfetta findet eines der eindrucksvollsten Ereignisse des Jahres statt. Bis vor ein paar Stunden war die Stadt erfüllt von den fröhlichen Stimmen der Menschen, die die „Heiligen Gräber“ besuchten.
In allen Kirchen der Stadt wurden Heilige Gräber aufgebaut, um den Leib Christi zu verehren. Die Volkstradition schreibt den Besuch einer ungeraden Anzahl von Ostergräbern vor.  Der Abend wird mit dem gewohnten “u’pezzariedde“ (oder pizzarello) beschlossen, einem mit Thunfisch, Kapern und Sardellen belegten Brötchen, das auf der Straße verspeist wird, ein schneller und wohlschmeckender Imbiss, als Stärkung für  die Nacht. Zu diesem Anlass werden in allen Straßen Verkaufsstände aufgestellt, an denen diese Leckerbissen verkauft werden.
Nun wird die Atmosphäre jedoch feierlich und eine stille und anteilnehmende Menschenmenge begleitet die Statuen aus dem 16.
Jahrhundert in einer Prozession zuerst durch die Altstadt und später in andere Stadtteile. Die Laienbrüder führen betend und brennende Kerzen tragend die Prozession im Gleichschritt an. Das Schaukeln der Simulakrenträger folgt dem Rhythmus der Trommeln, während die Blasinstrumente dazu ihre klagenden Weisen spielen, um ihrer Trauer vor der Freude über die Auferstehung Ausdruck zu verleihen.
Die Karwoche geht zu Ende und in diesen Tagen durchlebt Molfetta jedes Jahr die schönsten Traditionen, die das gesamte Leben der Stadt prägen. Ostern ist wichtiger als Weihnachten, das ist augenfällig, wenn Sie diese Tage in Molfetta erleben. Es ändern sich der Gemütszustand und die Prioritäten der Menschen und auch die Süßwaren in den Auslagen der Bäckereien und Konditoreien.
Es wird Platz gemacht für die „Scarcèdde“ (Scarcelle), ein einfacher Kuchen aus Eiern, Zucker und Mehl und der Süße von Zwetschgen- oder Traubenmarmelade. Die leidenschaftliche Begeisterung der Molfetteser entzündet sich am Karfreitag bei der Prozession der Addolorata (Schmerzensmutter). Die kramgebeugte Jungfrau Maria durchquert die Straßen der Stadt, auf der Suche nach ihrem todgeweihten Sohn.  Giulio Cozzoli ist der Erschaffer dieser dritten und bewegendsten Ausführung der  Madonnenstatue. Ihre vom Weinen geröteten Augen blicken zum Himmel, ein Dolch steckt in ihrer Brust, als Zeichen ihres niemals vergehenden Schmerzes.  Die letzte und längste der Prozessionen findet am Morgen des Ostersamstags statt und geht von der Chiesa del Purgatorio (Kirche des Fegefeuers) weg.
Die Pietà beschließt als letzte der sieben Statuen aus Pappmaché die Prozession. Auch sie ist ein Werk des molfettesischen Bildhauers Giulio Cozzoli. Dahinter folgen die Laienbrüder mit dem Baldachin und die Gläubigen, denen auch Sie sich anschließen und dabei  den schönsten Musikstücken berühmter Komponisten wie Verdi, Rossini, Copin und vieler molfettesischer Musiker lauschen können. Zu den bekanntesten Trauermärschen zählen „U Conzasiegge“ von Vincenzo Valente, „Fatalità“ von Saverio Calò und „Patetica“ von Frauncesco Peruzzi. Dies ist auch eine gute Gelegenheit, um einige besondere Winkel der Stadt zu entdecken, die abseits der gewöhnlichen Touristenrouten liegen.
Am Abend kehrt die Prozession zur Chiesa del Purgatorio (Kirche des Fegefeuers) zurück, wo eine riesige Menschenmenge die große Endveranstaltung der Karwoche der erwartet.  Alle Lichter erlöschen und die Pietà zieht nun als erste in die Kirche ein, während die anderen Simulakren ein heiliges Ehrenspalier bilden.  Die Kirchenglocken rufen die Gläubigen zur Osternacht in den vielen Kirchen der Stadt.
Ostersonntag und Ostermontag werden nach der langen Fastenzeit freudig gefeiert. Durch den Einzug des Frühlings erfasst eine ganz besondere Hochstimmung die Gemüter an dem sonnigen Sonntagmorgen. Die Hauptstraße Corso Umberto I ist ein beliebtes Ziel für den Osterspaziergang. Entlang der mit Lavastein gepflasterten Straße tauschen die Menschen Segenswünsche aus und  schütteln einander die Hände. Das traditionelle Speisenangebot an diesem Tag gipfelt in Meeresfrüchten, Ragout und österlichen Süßspeisen.
Noch schöner ist der Ostermontag, wenn ganz Molfetta aufs Land fährt, um dort ein lukullisches Picknick, bestehend aus besonderen molfettesischen Speisen abzuhalten, wie zum Beispiel der „Calzone“, ein im Holzofen gebackener gedeckter Zwiebelkuchen, mit gebratenen Sardinen, verschiedenem Gemüse  und Oliven. Wenn Sie dies tun möchten, gibt es ein kleines Wurstwarengeschäft in der Nähe der Basilika della Madonna dei Martiri, das ihn auf  ursprüngliche Weise zubereitet. Hier befolgt eine zünftige Frau noch das alte Rezept und verwendet frischen Fisch.
3
der
passionsrundgang



KIRCHE DES PURGATORIO
KIRCHE DES HL. STEFAN
GIPSOTHEK GIULIO COZZOLI
DIÖZESANMUSEUM






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